Herzensgebet
VIA CORDIS: Der Weg zur Mitte des Herzens. Der Weg aus der Mitte des Herzens.
Zur Ruhe kommen, Frieden finden, Einswerden mit dem göttlichen Geheimnis; dieser Sehnsucht folgten bereits jene frühen Christinnen und Christen, welche im 3. und 4. Jahrhundert in der Einsamkeit der Wüste oder auch im Alltag das Herzensgebet pflegten.Auf diesem spirituellen Weg der Hingabe an das Geheimnis Gottes wird ein einziges Wort oder ein Satz aus den Heiligen Schriften in der Mitte des Herzens so lange hin und her bewegt, bis der übende Mensch mit dem inneren Gehalt des Wortes eins geworden und in ihm zur Ruhe (Hesychia) gekommen ist. In dieser Verfasstheit kann sich der Mensch dem bedingungslosen «Ja» Gottes anvertrauen. Die Übung der Stille mündet ins wortlose Gebet des Schweigens.
Das Herz wird dabei als Wesensmitte des Menschen verstanden, in der sich das Einswerden mit Gott als Geschenk vollzieht. Die mantrische Wiederholung des Herzenswortes mündet schliesslich ins wortlose Gebet des Schweigens.
Mystikerinnen und Mystiker aus allen Jahrhunderten ermuntern uns durch ihr Vorbild, immer wieder neu in Klang und Rhythmus des Herzens einzustimmen und uns vom Geheimnis der Liebe wandeln zu lassen. Diese Form des Gebetes fördert das Mitgefühl für die Menschen und für die gesamte Schöpfung. Frauen und Männer unterschiedlicher Konfessionen sind auf dem Weg des Herzens gemeinsam unterwegs. Sie praktizieren gelebte Oekumene







